Verhütung & Verhütungsberatung bei Meine Frauenärzte in Wien

Die Wahl der richtigen Methode zur Verhütung ist eine sehr persönliche Entscheidung, die sich je nach Lebensphase, Gesundheitszustand und individuellen Bedürfnissen ändern kann.
Angesichts der Vielzahl an Möglichkeiten wirken die verfügbaren Optionen für viele Frauen schnell überwältigend. Um Ihnen die Orientierung zu erleichtern, haben wir eine Übersicht über die verschiedenen Verhütungsmethoden erstellt. Nehmen Sie sich die Zeit, in aller Ruhe unsere Zusammenstellung zu erkunden. Wir sind zuversichtlich, dass Sie darunter die Verhütungsmethode finden werden, die genau zu Ihren Bedürfnissen passt!

Verhütung 2 Zwei Personen stehen nebeneinander, Hüftbereich – Nähe und Partnerschaft

Kurzinfo

Ihre Möglichkeiten zur sicheren Verhütung

Individuelle Verhütungsberatung

Eine persönliche Verhütungsberatung in unserer Gemeinschaftsordination hilft dabei, die passende Methode zu finden.

Hormonelle Verhütung

Zu den hormonellen Verhütungsmethoden zählen Pille, Hormonspirale, Vaginalring, Pflaster oder 3-Monats-Spritze.

Verhütung ohne Hormone

Viele Frauen entscheiden sich bewusst für Verhütung ohne Hormone, etwa mit Kondomen oder Kupferspirale.

Langfristige Verhütung

Langfristige Methoden wie Spirale oder operative Verhütung bieten über mehrere Jahre Schutz.

Die Wahl der passenden Verhütung

Die Wahl der richtigen Verhütung hängt von vielen Faktoren ab. Persönliche Vorlieben, gesundheitliche Voraussetzungen, Lebensumstände sowie eine mögliche zukünftige Familienplanung spielen dabei eine wichtige Rolle.
Viele Frauen interessieren sich heute verstärkt für Verhütung ohne Hormone, etwa aufgrund möglicher Nebenwirkungen hormoneller Präparate oder persönlicher Erfahrungen. Andere bevorzugen hormonelle Verhütungsmethoden, weil sie zusätzlich den Zyklus regulieren können.
Wenn Sie unsicher sind, welche Methode für Sie am besten geeignet ist, empfiehlt sich eine persönliche Verhütungsberatung bei der Frauenärztin bzw. beim Frauenarzt. Dabei werden diese Aspekte gemeinsam besprochen. Entscheidungsfaktoren können beispielsweise Wirksamkeit, Verträglichkeit, Handhabung im Alltag oder auch Vor- und Nachteile gewisser Verhütungsmethoden sein. Wir möchten Ihnen helfen, die optimale Verhütung zu finden, die zu Ihrer persönlichen Situation passt.

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Frauenarzt in 1020 Wien | Dr. Christoph Vavra

Die gängigsten Verhütungsmethoden

Zu den gängigsten Formen der Verhütung zählen hormonelle und hormonfreie Verhütungsmethoden. In unserer Ordination in 1020 Wien bieten wir Ihnen einen Überblick über alle aktuellen Optionen, damit Sie eine informierte Wahl treffen können. Um Ihnen die Orientierung zu erleichtern, haben wir die wichtigsten Informationen zu den gängigsten Mitteln zur Verhütung für Sie zusammengefasst.

Kondome

Das Kondom ist das einzige Mittel zur Verhütung, das sowohl vor ungewollter Schwangerschaft als auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützt. Diese Form der Verhütung ohne Hormone ist leicht zugänglich, einfach anzuwenden und verursacht keine hormonellen Nebenwirkungen. Die Wirksamkeit liegt bei korrekter Anwendung bei etwa 98 %. Als unkomplizierte Methode der Verhütung ohne Hormone punktet das Kondom durch seine einfache Handhabung, erfordert jedoch Sorgfalt, um Anwendungsfehler beim Anlegen direkt vor dem Geschlechtsverkehr zu vermeiden. Zudem sollte das Verfallsdatums stets kontrolliert werden.

Die Antibabypille

Sie gehört zu den umstrittensten Verhütungsmethoden, da die Pille wesentliche Vor- und Nachteile bietet. Sie wirkt, indem sie Hormone freisetzt, die den Eisprung verhindern, die Konsistenz des Zervixschleims verdicken und die Gebärmutterschleimhaut verändern. Es gibt zwei Haupttypen: die Kombinationspille und die Minipille.
Die Antibabypille bietet hohe Wirksamkeit, reguliert den Menstruationszyklus und kann das Risiko für bestimmte Krebsarten verringern. Mögliche Nebenwirkungen sind Übelkeit, Kopfschmerzen und Gewichtsveränderungen und ein leicht erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel (Thrombose). Weitere Nachteile können die tägliche Disziplin bei der Einnahme sowie mögliche hormonelle Nebenwirkungen sein.

Die Spirale

Die Spirale, medizinisch auch Intrauterinpessar (IUP), ist eine langfristige und gleichzeitig umkehrbare Methode der Verhütung, die direkt in die Gebärmutter eingesetzt wird. Es gibt zwei Haupttypen: die Kupferspirale und die Hormonspirale. Bei der Entscheidung zwischen Kupfer- oder Hormonspirale spielen individuelle Faktoren eine Rolle: Die Kupferspirale setzt kontinuierlich Kupfer frei, um Spermien zu hemmen, während die hormonelle Spirale Gelbkörperhormone in geringen Dosen abgibt, um den Eisprung zu unterdrücken bzw. den Schleimhautaufbau in der Gebärmutter zu verringern.
Beide sind über 99% effektiv und können je nach Modell 3 bis 8 Jahre in der Gebärmutter verbleiben. Vorteile sind unter anderem langfristiger Schutz und die meist reduzierten Menstruationsbeschwerden bei der Hormonspirale.
In manchen Fällen können aber auch Nebenwirkungen wie stärkere Blutungen oder Stimmungsschwankungen auftreten, weshalb von einer Kupferspirale bei schon zuvor starken Regelblutungen abzuraten ist. Das Einsetzen und Entfernen muss von einem Arzt durchgeführt werden, und es kann einige Monate dauern, bis sich der Körper an das IUD angepasst hat. In seltenen Fällen kann die Spirale aus der Gebärmutter ausgestoßen werden.

Die Kupferkette

Die Kupferkette, auch bekannt als GyneFix, ist eine Alternative zur klassischen Kupferspirale. Sie besteht aus kleinen Kupferelementen, die an einem Faden befestigt und in der Gebärmutterwand verankert werden. Die Kupferkette ist in ihrer Art der Wirkung der Kupferspirale gleichzusetzen und ist ebenfalls hormonfrei. Einige Nachteile sind die spezialisierte Einsetzung und mögliche anfängliche Nebenwirkungen wie Krämpfe und unregelmäßige Blutungen. Wir setzen die Kupferkette in unserer Ordination nicht, da wir die Kupferspirale im Nutzenrisikoprofil bevorzugen.

Die 3-Monats-Spritze

Die 3-Monats-Spritze ist eine hormonelle Methode der Verhütung, bei der alle drei Monate ein Hormonpräparat injiziert wird. Diese Form der Verhütung bietet einen langfristigen Schutz, kann Menstruationsbeschwerden reduzieren, und ist besonders für Frauen geeignet, die sich nicht täglich um ihre Verhütung kümmern möchten. Mögliche Nebenwirkungen können Gewichtszunahme oder Stimmungsschwankungen sein. Nach dem Absetzen der 3-Monats-Spritze kann es einige Monate bis zu einem halben Jahr dauern, bis die Menstruation wieder regelmäßig ist.

Das Verhütungspflaster

Das Verhütungspflaster gehört zu den hormonellen Verhütungsmethoden. Es kann an verschiedenen Stellen des Körpers angebracht werden, die wöchentlich gewechselt werden sollten, um Hautreizungen zu vermeiden, und gibt kontinuierlich Hormone ab, die den Eisprung verhindern. Das Pflaster wirkt ähnlich wie die Antibabypille, indem es den Eisprung hemmt, den Zervixschleim verdickt und die Einnistung eines befruchteten Eies verhindert.
Gewechselt wird es einmal pro Woche und kann drei Wochen lang getragen werden. Danach folgt eine Woche Pause. Diese Form der Verhütung überzeugt durch hohen Komfort, eine ausgezeichnete Wirksamkeit sowie die schnelle Rückkehr der Fruchtbarkeit nach dem Absetzen. Dennoch können im Einzelfall Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Hautreizungen auftreten.

Der Vaginalring

Der Vaginalring ist eine hormonelle Verhütungsmethode, bei der ein weicher, flexibler Ring in die Vagina eingeführt wird. Er gibt kontinuierlich niedrige Dosen von Östrogen und Progesteron ab, ähnlich wie die Kombinationspille oder das Verhütungspflaster, um den Eisprung und die Einnistung eines befruchteten Eies zu verhindern. Der Ring wird für drei Wochen in der Vagina belassen und dann für eine Woche entfernt, um eine Menstruationsblutung zu ermöglichen. Ein Vaginalring ist bequem und einfach zu verwenden und hat eine hohe Wirksamkeit bei der Verhütung von Schwangerschaften. Wie bei anderen systemischen-hormonellen kombinierten Verhütungsmethoden besteht ein geringfügig erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel. Der Ring kann leicht eingeführt und entfernt werden, und sollte er herausfallen, kann er innerhalb von drei Stunden wieder eingeführt werden, ohne die Wirksamkeit zu beeinträchtigen.

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Operative Verhütung (Sterilisation)

Die operative Verhütung, auch Sterilisation genannt, stellt eine dauerhafte Methode der Schwangerschaftsverhinderung dar. Bei Frauen erfolgt dies durch eine Unterbindung der Eileiter (Tubenligatur), bei Männern durch eine Vasektomie. Beide Verfahren sind sehr zuverlässig, jedoch in der Regel dauerhaft und nur schwer rückgängig zu machen. Eine gründliche Beratung und Bedenkzeit wird empfohlen, um sicherzustellen, dass die Entscheidung gut überlegt ist.

Wir beraten Sie gerne
Dr Christoph Vavra | Frauenarzt in 1020 Wien

Natürliche Verhütungsmethoden

Natürliche Verhütungsmethoden werden bei Menschen, die nach hormonfreien Optionen suchen, immer beliebter. Natürliche Methoden der Verhütung basieren auf der Beobachtung körperlicher Veränderungen im Menstruationszyklus. Zu diesen Verhütungsmethoden zählen unter anderem die Kalendermethode, die Temperaturmethode, die Beobachtung des Zervixschleims oder digitale Verhütungsapps. Diese Formen der Verhütung ohne Hormone fördern ein besseres Körperbewusstsein, erfordern jedoch Disziplin und eine genaue Anwendung. Die Wirksamkeit natürlicher Verhütungsmethoden kann je nach Genauigkeit der Anwendung und individueller Zykluskonstanz stark variieren.

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Häufig gestellte Fragen unserer Patientinnen

FAQ
  • Welche Verhütungsmethoden sind am sichersten?

    Methoden mit einem niedrigen Pearl-Index (Maß für die Sicherheit von Verhütungsmethoden – niedriger Wert = hohe Sicherheit), wie die Spirale, die Kupferkette oder die Pille, gelten als besonders sicher.

  • Gibt es eine zuverlässige Verhütung ohne Hormone?

    Ja, die Kupferspirale, die Kupferkette und das Kondom sind sehr sichere Optionen für alle, die auf Hormone verzichten möchten.

  • Was sind die Vor- und Nachteile der Pille?

    Vorteile sind die hohe Sicherheit, die Zykluskontrolle und die effektive Linderung von Regelschmerzen. Nachteile können das Thromboserisiko, Gewichtszunahme und Stimmungsschwankungen sein. Zudem sollte beachtet werden, dass es nach dem Absetzen der Pille oft einige Zeit dauert, bis sich der natürliche Hormonhaushalt und der Menstruationszyklus wieder vollständig normalisiert haben.

  • Was ist der Unterschied zwischen einer Kupfer- und Hormonspirale?

    Bei der Entscheidung zwischen Kupfer- und Hormonspirale spielt vor allem die gewünschte Wirkungsweise eine Rolle. Die Kupferspirale wirkt hormonfrei, während die Hormonspirale geringe Mengen eines Hormons abgibt.

  • Kann man die Verhütungsmethode jederzeit wechseln?

    In vielen Fällen ist ein Wechsel der Verhütung problemlos möglich. Lassen Sie sich dazu am besten im Rahmen einer Verhütungsberatung bei Ihrer Frauenärztin/Ihrem Frauenarzt beraten.